Schätzwerte im Projektverlauf korrigieren

Von Zeit zu Zeit müssen Schätzungen im Projetverlauf nachträglich korrigiert werden, um neuere Erkenntnisse zu berücksichtigen. Dabei werden ausschließlich Anforderungen angepasst, dessen Größe sich verändert hat. Wurde eine Anforderung hingegen wider Erwarten nicht innerhalb eines Sprints wie geplant abgeschlossen wird diese Fehlplanung über eine Anpassung der Velocity, und nicht über eine Anpassung der Schätzung vorgenommen.

Dabei werden auch keine Anforderungen geteilt, wenn zum Beispiel eine User Storie zur Hälfte umgesetzt wurde, aber nicht vollständig bis zum Sprint-Ende realisiert werden konnte. Scrum verfolgt dabei das all-or-nothing-Prinzip. Entweder eine Story wird komplett, inklusive aller Akzeptanzkriterien und Tests fertiggestellt und durch den Kunden abgenommen oder sie zählt überhaupt nicht und es werden auch keine Teilpunkte für diese Anforderung gegeben. Meistens werden die halbfertigen Anforderungen im nächsten Sprint fertiggestellt und die Velocity gleicht sich im Durchschnitt wieder an.

Einen Sonderfall stellen Stories dar, die in einer Iteration nur halb umgesetzt werden konnten, und erst in einer späteren Iteration fertiggestellt werden. Hier werden für den bereits erledigten Teil entsprechend viele Punkte gutgeschrieben und die [glossary id=’1577′ slug=’user-story’ /] sinnvoll geschnitten, sodass der noch offene Teil mit einer neuen Schätzung wieder ins [glossary id=’1572′ slug=’product-backlog’ /] geschrieben wird und wie eine normale Anforderung behandelt wird.

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