eXtreme Programming in a Nutshell 2/4 XP-Werte

Hier unser zweiter Teil der Serie “eXtreme Programming in a Nutshell”. Den ersten Teil findet ihr hier:

eXtreme Programming in a Nutshell – Einführung

XP-Werte

Ähnlich dem agilen Manifest fußt auch XP auf einem Satz von übergeordneten Werten. Diese Werte umfassen Einfachheit, Feedback, Kommunikation und Mut. Auch hier sind deutliche Parallelen zum agilen Manifest sichtbar. Und ebenso wie Scrum auf diesen Werten basiert ist auch der Einsatz von XP daran gebunden. Ein Unternehmen – und besonders das Projekt-Team – muss zunächst diese Werte verinnerlicht und etabliert haben um anschließend einen Nutzen aus den Prinzipien und Techniken ziehen zu können.

Einfachheit

XP stellt den Anspruch der Einfachheit nicht nur an sich selbst als Framework, sondern auch an die anzustrebende Lösung für das Projektergebnis. Pragmatismus in Form einer möglichst einfachen Lösung steht hier im Vordergrund. Oft erreicht eine einfache, kleine Lösung die Ziele des Kunden genauso gut, und ist dabei noch kostengünstiger und schneller zu realisieren und dem Endanwender meistens schneller zu erklären, als eine große, komplexe Architektur mit einer Vielzahl an Funktionen.

Feedback

Schnelles und regelmäßiges Feedback zur Qualität durch Tests auf Entwicklungsebene oder das frühzeitige Einbinden von Testgruppen in den Prozess ist die effektivste Form der Qualitätssicherung. Je mehr und je schneller Feedback vorliegt, desto schneller kann dies auch wieder in den Entwicklungsprozess einfließen.

Kommunikation

Effizienz und Einfachheit sind auch die treibende Kraft für die Kommunikation im Projekt. Das direkte Gespräch wird hier der digitalen oder schriftlichen Kommunikation vorgezogen und auch als wichtiger eingestuft als eine umfassende Dokumentation. Eine effiziente Kommunikationskultur ist sicher die größte Produktivitätsquelle in einem Projekt.

Mut

Alle drei anderen genannten Werte und der Einsatz einer neuen Methodik an sich erfordern eine Menge Mut; Mut sich für eine einfache Lösung zu entscheiden und bewusst Funktionen entfallen zu lassen; Mut ehrliches Feedback – egal ob negativ oder positiv – geben, aber auch vertragen und anerkennen zu können; Mut zu einer offenen und transparenten Kommunikation; Und nicht zuletzt Mut sich auf etwas Neues einzulassen und mit gewohnten Techniken und Einstellungen zu brechen.

 

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