Priorisierung von Anforderungen 3/5 – Nach Kosten

Die verschiedenen Möglichkeiten zur Priorisierung von Anforderungen stellen wir ein einer kleinen Artikelserie dar. Bisher erschienen:

Nach Kosten

Jede Anforderung hat aber auch ihren Preis. So verursacht sie Kosten in der Entwicklung, bindet Ressourcen die für die Umsetzung anderer Features benutzt werden könnte und bringt eventuell weitere Kosten für Hardware, externe Mitarbeiter, Lizenzgebühren oder einen erhöhten Aufwand in der Wartung der Software und im Support der Anwender mit sich.

Ist die Geschwindigkeit des Teams, die sogenannte Velocity, einmal bekannt, können über den Tagessatz schnell die Kosten pro Story Point und damit die Kosten für jede geschätzte Anforderung berechnet werden.

Dabei ist immer eine Gegenüberstellung mit dem finanziellen Gewinn oder der erwarteten Kostenersparnis nötig. Ein Feature, das doppelt so teuer ist wie ein anderes, aber auch den dreifachen Gewinn einfährt ist auf jeden Fall höher zu priorisieren.

Ein wenig sollte man dabei die Dynamik und die Entwicklung der Software im Auge behalten. Trotz allen Refactorings und einer sauberen Codebasis wird die Software von Sprint zu Sprint komplexer und einige Anforderungen, die tief in das System integriert werden müssen, steigen in den Entwicklungskosten. Gerade bei globalen Anforderungen, wie ein diffiziles Rechtemanagement und die Auslegung für verschiedene Benutzer und Benutzergruppen, sollte diese Problematik frühzeitig bedacht werden.

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