Media Meetup: Infos für Unternehmen

Für die Vorbereitung des nächstes Media Meetups habe ich einmal alle Infos zusammengestellt, die für den Unternehmer, der das Media Meetup hosted wichtig sind. Wer gerade damit liebäugelt uns in den nächsten Monaten zu sich in die Firma zu holen wir hier sicher ein paar Antworten auf seine Fragen finden.

Was ist das Media Meetup?

Stammtische gibt es wie Sand am Meer. Auch im beruflichen Umfeld. Meistens enden diese aber in einem regelmäßigen, gemütlichem Beisammensein der immer gleichen Menschen ohne wirklich einen Output zu generieren. Das Media Meetup möchte sich als erster professioneller Stammtisch für Experten aus Web, PR, Marketing und Kommunikation positionieren. Ziel ist es Erfahrungsaustausch am lebenden Objekt zu praktizieren. Zu lernen wie andere Experten an eine Problemstellung herangehen. Und das unter Druck. Das Leitmotto: Kreativ, pragmatisch und auf dem Punkt.

Was habe ich als Unternehmer davon?

Für einen Abend Zeit und etwas Catering bekommt der Unternehmer etwa 10 Experten für mehrere Stunden. Und das völlig kostenlos. Er gibt eine konkrete Fragestellung in die Runde und bekommt fertige Ideen, Konzepte und Denkanstöße am Ende des Abends. Das erfordert allerdings auch einen offenen Umgang mit Problemen. Keine Sorge, alle Experten unterschreiben einen NDA (Non disclosure agreement) und sind damit zur Geheimhaltung verpflichtet. Dabei geht es gar nicht um konkrete Unternehmenszahlen als vor allem eine ehrliche und offene Ansprache von Problemen. Nur so kann auch wirklich eine passende Lösung erarbeitet werden. Also die Fragestellung (siehe auch “Was muss ich vorbereiten?”): Wo drückt der Schuh am meisten und wo kann mir die Gruppe wahrscheinlich helfen?

Was haben die Experten davon?

Für die Experten spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Natürlich geht wie bei jedem Business-Treffen auch um Networking. Dies stellt aber beim Media Meetup eher eine Randerscheinung dar. Es geht um einen praxisnahen Austausch unter Experten. Wie gehen andere unter Zeitdruck an eine Aufgabenstellung heran? Ziel ist es den Abend nicht zu einem planlosen Stammtisch verkommen zu lassen, sondern wirklich etwas aufs Papier zu bringen. Und das unter realen Bedingungen. Das Unternehmen ist dabei als Kommunikationsvehikel zu sehen, damit die Ideenfindung nicht im fiktiven, luftleeren Raum passiert. Darüber hinaus kann die Gruppe so in verschiedene neue Branchen Einblick erlangen.

Geht es dabei um Folgeaufträge?

Nein. Die Gruppe distanziert sich ganz bewusst davon über dieses Vorgehen Beauftragungen akquirieren zu wollen. Es geht um den reinen Austausch. Geboren als der erste professionelle Stammtisch soll es genau das sein. Möchte der Unternehmer im Nachgang einen oder mehrere der Beteiligten für einen Auftrag kontaktieren steht im das frei. Wir freuen uns natürlich wenn jeder von diesem Abend das Beste mitnimmt und missgönnen niemandem einen neuen Auftrag. Es steht lediglich nicht in unserem Fokus. Personen, die nur am Networking und neuen Aufträgen interessiert sind, werden von uns nicht zu weiteren Veranstaltungen eingeladen.

Wie läuft der Abend ab?

Zunächst gibt es nach einer kurzen Begrüßung eine Vorstellungsrunde. Dies soll zum einen den Experten helfen ihre Kompetenzen und Schwerpunkte auszuloten, als auch dem Unternehmen einen besseren Überblick über die Gesprächspartner im späteren Brainstorming geben. Danach folgt ein Fachvortrag oder ein bis drei offene Diskussionsrunden. Der Fachvortrag wird meist von einem Externen gehalten und soll thematisch möglichst zu dem Projekt des Abends und der Gruppe passen. Die Diskussionsthemen werden von den Teilnehmer gestellt. So hat jeder die Chance ein wichtiges Thema, das ihm seit Wochen auf der Seele brennt, strukturiert mit anderen Experten besprechen zu können. Anschließend gibt es meist eine kurze Pause um noch einmal Raum für Networking und Small Talk zu geben. Der Hauptteil beginnt mit einer Einführung des Unternehmers in seine Firma, seine aktuelle Lage und seine Problemstellung. Die Experten entscheiden sich anschließend für ein passendes Vorgehen und beginnen mit der kreativen Arbeit. Der Unternehmer hat in der ganzen Zeit natürlich die Möglichkeit seine Fragen loszuwerden, soll aber vor allem den Branchen- und Praxis-Input für die Experten zur Problemstellung beitragen. Die Ergebnisse werden direkt in einer Präsentation festgehalten und anschließend der ganze Gruppe zur Verfügung gestellt.

Beispielhaft könnte so ein Abend wie folgt aussehen:

19:00 Begrüßung, Einleitung, Kennen lernen 19:30 Vortrag /Diskussionsrunden
20:00 Fragen zum Vortrag
20:15 Essen / Pause

20:30 Präsentation des Projektes
21:00 Beginn Workshop mit konkreter Fragestellung.

Dann:

15 Minuten Charakterisierung der Zielgruppen. Was sind Pain Points?
15 Minuten Identifikation geeigneter Kanäle
90 Minuten Brainstorming zu den einzelnen Feldern im Bezug auf die Fragestellung. Zum Beispiel hier 30 Minuten sammeln, 15 Minuten bewerten und dann die Top 5 in 45 Minuten ausarbeiten / verdichten

Wer wird an dem Abend da sein?

Ziel des Abends ist es Experten aus möglichst unterschiedlichen Fachbereichen zusammen zu bringen. Nur so kann ein Problem ganzheitlich beleuchtet werden. Und nur so können die Experten von anderen lernen und ihren Horizont erweitern. Für einen früheren Abend hatten sich zum Beispiel folgende Experten zusammengefunden:

Jörg Albrecht: Inhaber Albrecht Medien, Marken- und Projektkommunikation
Christof Ziegler: Student Informatik, Schwerpunkt Qualitätssicherung und Rapid Prototyping Tim Becker: Gesellschafter WESTWERK, Schwerpunkt Design und Web-Programmierung Philip Westphal: Gesellschafter WESTWERK, Schwerpunkt IT-Infrastruktur
Bastian Haustein: Inhaber Source Lounge, Schwerpunkt neue Webtechnologien
Hans Bayartz: Vorstand Bayartz AG, Schwerpunkt Social Media
Ralf Meschke: Datenschützer / Querdenker
Daniel Thulfaut: Projektmanager bei i22, Buchautor, Schwerpunkt Webtechnologien und agiles Projektmanagement

Was muss ich vorbereiten?

Zum einen stellt das gastgebende Unternehmen den Veranstaltungsraum, die Getränke und eine kleine Bewirtung. Viel wichtiger ist aber das Projekt bzw. Produkt und die damit verbundene Problemstellung. Wir versuchen an diesem Abend als Team pragmatisch und lösungsorientiert an ein Problem oder eine Aufgabenstellung heran zu gehen. Um so wichtiger ist es, dass dieser der aktuelle wunde Punkt oder eine akute Fragestellung zugrunde liegen. Dies kann für einen Einhandel sein “Wie können wir unsere Kunde über eine Onlinelösung binden?” oder “Welche Maßnahme kann ich auf Facebook fahren um mehr Kunden meiner Zielgruppen in den Laden zu locken?”. Ein Onlinehändler könnte fragen “Wie kann ich mich unabhängiger von Werbemaßnahmen auf Google und Facebook positionieren und mehr Aftersales generieren?”. Konkret für diese Fragestellung werden an dem Abend Lösungen, Ideen und Konzepte kreiert und festgehalten. Optimalerweise stellt der Unternehmer der Gruppe bereits vor dem Abend eine kurze Präsentation (Powerpoint, PDF) des Unternehmens zur Verfügung.

Am Abend selbst wäre es hilfreich einen Beamer und eine Leinwand bzw. einen großen Bildschirm zu haben. Weitere Materialien wie Flipchart, Whiteboard und Karten können hilfreich sein, sind aber nicht zwingend notwendig.

Leave A Reply

Navigate